Datenschutz

Datenschutzerklärung

Präambel

Artikel 12 der EU-Datenschutzgrundverordnung (kurz: DSGVO) fordert, dass ich Ihnen „in präziser, transparenter, verständlicher und leicht zugänglicher Form [und] in einer klaren und einfachen Sprache“ erkläre, was hier auf dieser Webseite geschieht. Da ich dabei nicht davon ausgehen darf, dass Sie fünf Jahre Informatik, Jura oder Raketeningenieurwesen studiert haben, soll ich hier also Klartext schreiben. Ich selbst habe auch nichts dergleichen studiert und entwickle ehrlich gesagt nur selten den Ehrgeiz, alles zu verstehen, wenn’s auch so funktioniert. Es fällt mir daher nicht leicht, und ich kann es nur nach bestem Wissen und Gewissen tun. Aber selbstverständlich mache ich mir die Mühe gerne.

§1 Hosting

„To host“ bedeutet „etwas veranstalten, ausrichten“ oder auch „Gastgeber sein“. „Hosting“ nennt man den Betrieb von Softwareapplikations- oder Internetdiensten.
Ein „Hosting-Provider“, also ein „Hosting-Anbieter“, bietet Internet-Hosting-Dienste und die dazugehörige Infrastruktur für andere Menschen an.
(Quelle: Wikipedia).

Diese Website nutzt einen kostenlosen Hosting-Dienst der Firma WordPress, mit dem man Websites und Blogs erstellen und betreiben kann.

Einen Auftragsverarbeitungsvertrag benötigt, wer die personenbezogenen Daten anderer Menschen verarbeitet. Wenn Sie auf dieser Website Likes oder Kommentare hinterlassen, gilt das zwangsläufig auch für einige Ihrer Daten (siehe: §5 Kommentare). Ich persönlich verarbeite diese jedoch nicht, sondern merke mir bestenfalls Ihren Namen und was Sie kommentiert haben.
Ich räume ein, dass ich bislang nicht zwecks Abschluss eines Auftragsverarbeitungsvertrages an die Firma WordPress herangetreten bin.

§2 Tracking

„Tracking“ ist das englische Wort für „verfolgen“. Man spricht auch dann von Tracking, wenn zum Beispiel eine Website Zugriffe speichert, um eine Statistik zu erstellen.
Diese Website nutzt die Standard-Wordpress-Statistiken, wodurch, so vermute ich, auch Ihr Zugriff gespeichert wird.
Bei buchstabengetreuer Auslegung von  Artikel 28 Abs. 3 (h) verpflichtet mich dieser Umstand, gelegentlich bei WordPress vorzusprechen und mich des korrekten Umganges mit Ihren Daten zu versichern. Ich bin sicher, dort wird man sich freuen, mich einmal persönlich kennen zu lernen. Nachdem 30 Prozent aller Websites WordPress nutzen, könnte es allerdings ein Weilchen dauern, bis ich an der Reihe bin.

§3 Plugins

„[To] plug in“ bedeutet „einstöpseln, anschließen“ und wird für Software-Erweiterungen oder Zusatzmodule verwendet.
Ich selbst habe auf dieser Website wissentlich nichts eingestöpselt, sollte jedoch der eine oder andere Stöpsel vom Hersteller mitgeliefert worden sein, erkläre ich gerne, was sich grundsätzlich dahinter verbirgt.
Plugins können zum Beispiel eine Website beschleunigen oder für eine schöne Optik sorgen. Mit ihnen kann man Fußnoten, Social Sharing Buttons oder Fotogalerien in eine Website einbauen.
Allerdings sendet nahezu jedes dieser Plugins zum guten Schluss Ihre IP-Adresse an die Server, die dort benötigt wird, damit Sie hier eine hübsche Website sehen können.
Wenn Sie ganz sicher gehen wollen, dass von dieser Website ganz bestimmt nichts irgendwo hingesendet wird, kommen Sie doch bitte einfach nicht her.

§4 Kontaktaufnahme

Falls Sie mir eine E-Mail senden, sollten Sie damit leben können, dass ich Daten von Ihnen erhalte. Ich sehe dann Ihre E-Mailadresse, eventuell auch Ihre IP-Adresse und wenn ich mir richtig Mühe gebe und den X-Header Ihrer E-Mail händisch auswerte, kann ich eventuell sogar sehen, wie der Computer heißt, von dem aus Sie die Nachricht geschrieben haben. Das ist keine Zauberei oder Hackerkunst, sondern ein Internet-Standard. Wer den lesen kann, kommt an diese Daten. Das ist technisch bedingt – und schon seit vielen Jahren so. Falls Sie mir ungefragt Ihre Daten zusenden, dürfen Sie davon ausgehen, dass ich Ihre E-Mail genauso gut oder schlecht behüte wie alle meine übrigen E-Mails auch. Sollten Sie sich irgendwann mal überlegen, dass ich die von Ihnen ungefragt zugesandte E-Mail löschen soll, dürfen Sie mich höflich darum bitten – versprechen tue ich aber nichts. Auch hier gilt: wenn Sie damit nicht leben können, senden Sie mir bitte keine E-Mail zu.

§5 Kommentare

Sie sind herzlich eingeladen, meine Blogposts zu kommentieren! Aber erneut gilt auch hier: Sie müssen davon ausgehen, dass ein paar Daten über Sie erfasst werden. Die IP-Adresse, der Name und die Mailadresse. Immerhin: beim Namen und der Mailadresse können Sie mit Pseudonymen arbeiten – oder einfach lügen, das ist okay für mich. Bei der IP-Adresse wird es etwas schwieriger – aber hey, wenn die Ihnen zu privat ist, nutzen Sie doch TOR  oder einen  Proxy Server. Once again: Love it or leave it.

§6 Cookies

In Ihrer Welt sind Cookies ein süßes Gebäck, das man zu Tee oder Kaffee reicht? Geht mir genauso …
Was „Cookie“ im Zusammenhang mit Websites bedeutet, finde ich schwer zu erklären, Sie können es aber hier nachlesen. Manche Menschen haben Angst vor Cookies, weil sie glauben, dass man damit herausbekommen kann, ob sie (diese Menschen mit der Angst) gestern Abend auf einer Porno-Seite waren oder sich insgeheim für satanistische Nazischergenmusik interessieren. Deswegen möchte kaum jemand, dass eine Website Cookies speichert. De facto ist es aber so, dass Websites ohne Cookies heute kaum noch funktionieren. Und so lange nur First-Party-Cookies (das sind solche, die der Anbieter selbst zum Betrieb der Website benötigt) eingesetzt werden, ist das mit dem Tracking der Nazi-Porno-Seiten nicht möglich. Diese Website nutzt bestimmt auch Cookies – allerdings nur die „guten“ First-Party-Cookies. Third-Party-Cookies (also solche von Drittanbietern) habe ich zumindest nicht bewusst in diese Website integriert.

§7 Abmahnungen

Bevor Sie mich wegen eventuell fehlender, unvollständiger oder nicht ausreichend durchdrungener Aspekte der DSGVO abmahnen, berücksichtigen Sie bitte die Worte der für die Verordnung zuständigen EU-Justizkommissarin Věra Jourová.  Die sagte in einem Interview mit der ZEIT wörtlich: „Es geht [bei der DSGVO] um gesunden Menschenverstand und Verhältnismäßigkeit. Wenn Ihnen jemand eine E-Mail schreibt und Ihnen zugesteht, dass Sie seine Daten verwenden dürfen, dann ist doch klar, dass er Ihnen eine Einwilligung erteilt. Im Übrigen sanktionieren die Datenschutzbeauftragten nicht nur, sondern beraten auch. Meine Prognose ist, dass sich die Behörden auf die Anbieter konzentrieren, die den größten Schaden verursachen können, die die meisten Daten verarbeiten.“

Darüber hinaus verweise ich hier auch gerne auf eine Aussage des deutschen „Vaters“ der DSGVO, Jan Philipp Albrecht. Er schreibt in seinem Blog wörtlich: „Was hingegen nicht eintreten wird, ist dass […] die Aufsichtsbehörden und irgendwelche Abmahnanwälte plötzlich eine ganz andere Gangart gegenüber all den kleinen Unternehmen, Einzelunternehmern, Vereinen und Bloggern einlegen werden.“
Sie dürfen davon ausgehen, dass ich beiden Akteuren im Falle einer Abmahnung hiervon berichten werde.

§8 Schlussbestimmungen

Der Schutz persönlicher Daten, sowohl meiner eigenen als auch der anderer Menschen, ist mir durchaus ein Anliegen.
Es handelt sich hier jedoch um einen dilettantisch (von lateinisch delectari: „sich erfreuen“, „sich ergötzen“) geführten, höchst liebevoll mit selbst erstellten Texten und Bildern gefüllten, privaten Blog, mit dem keine Umsätze erzielt werden oder erzielt werden sollen.
Ein Dilettant „übt eine Sache um ihrer selbst willen aus, aus Interesse, Vergnügen oder Leidenschaft und unterscheidet sich somit von einem Fachmann“ (Quelle: Wikipedia).
Ganz sicher kann man – juristisch gesehen – die DSGVO auch auf kleine Lichter wie mich anwenden, wenn man sie nur hinreichend buchstabengetreu auslegt, anstatt Pragmatismus und gesunden Menschenverstand walten zu lassen.
Muss man aber nicht.

Diese Erklärung entstand auf Grundlage der wunderbaren Datenschutzerklärung von Andreas W. Ditze – es war die erste, die ich problemlos verstanden habe und sie liest sich überaus unterhaltsam.
Dafür, dass er ihre Verwendung gestattet, bin ich ihm ganz außerordentlich dankbar.

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