Depris little helpers

Ich hör mich noch reden: „Sollte mir ein Arzt jemals mit Psychopharmaka kommen, marschier‘ ich rückwärts aus der Praxis und geh‘ da nie wieder hin!“
Es war meine felsenfeste Überzeugung, dass Psychopharmaka nur verordnet werden, um Menschen ruhigzustellen und sie daran zu hindern, ihre Probleme anzugehen statt sie zu übertünchen.

Als es dann soweit war, war ich gar nicht in der Lage, irgendwohin zu marschieren, ich hab nur dagesessen und Rotz und Wasser geheult. Und war dankbar für alles, was Abhilfe versprach.

Mit den Tranquilizern, die mir im ersten Wurf gegen die Angst verordnet wurden, war ich allerdings schnell durch: Ich kenne zwar Menschen, die damit erst in der Lage sind, morgens das Haus zu verlassen, aber mich haben sie umgehauen – ich hab nur noch geschlafen. Noch ging es mir nicht so schlecht, dass ich Koma für eine Lösung gehalten hätte.
Und zu meinem Glück war ich noch renitent genug, nicht bei einem Arzt zu verbleiben, von dem ich mich arrogant und gefühllos abgefertigt fühlte. Der mir mit einer Einweisung in die Psychiatrie gedroht hat, falls ich mit den von ihm verordneten Medikamenten nicht klarkäme.

Ich hab den Arzt also gewechselt und bin seitdem mit sogenannten Serotonin-Wiederaufnahmehemmern behandelt worden.

IMG_12501-q-web„Mother’s little helpers“ also. Deren Wirksamkeit ist, habe ich unterdessen nachgelesen, durchaus umstritten, aber das hätte mich damals nicht angefochten und tut es bis heute nicht.
Bei mir haben sie gewirkt und ich war gottfroh darüber.

In den ersten Tagen hab ich viel geschlafen und mir war schwindelig – was mich nicht weiter gestört hat, da sich an meinem Pendeln zwischen Bett und Sofa dadurch ja nicht viel geändert hat. Zu den gängigen Nebenwirkungen gehören auch Muskelzuckungen (hoppla!) und ein ständig trockener Mund (ich bin wochenlang nicht ohne Wasserflasche aus dem Haus gegangen). Und, wenn man zu den Glücklichen unter den Depris gehört: Eine leicht manische Phase.
Plötzlich war ich so aktiv, dass ich gleich ein paar Nächte durchgemacht habe. Ich war voll von heiteren Einfällen und hab gequasselt wie aufgezogen. Hatte meine Freude an meinen zuckenden Beinen und insgesamt deutlich ’nen Clown gefrühstückt. War auch irgendwie verdient nach dem ganzen Elend vorher …

Allerdings ist nach spätestens 14 Tagen zumindest der lustige Teil unwiederbringlich vorbei. Das Zucken und der Durst bleiben einem sehr viel länger erhalten.
Nach ca. 6 Wochen tritt die eigentliche Wirkung ein: Man fühlt sich normal.

Antidepressiva machen nicht glücklich! Sie machen einfach nur nicht-depressiv.
Antidepressiva versetzen Menschen in die Lage, ihr Bett zu verlassen, sich zu waschen und anzuziehen und am Leben teilzunehmen.
Das ist, soweit ich sagen kann, das einzige große Risiko, das mit ihrer Einnahme einhergeht: Antidepressiva können einen Menschen gerade soweit handlungsfähig machen, dass er seine Suizidgedanken in die Tat umsetzt.

Mich haben sie in die Lage versetzt, das Haus wieder zu verlassen. Zur Arbeit zu gehen. Meine Tage zu verbringen wie jeder normale Mensch.

Ich hab die Male nicht gezählt, die ich gefragt worden bin, ob „das“ denn sein muß, ob es denn nicht ohne gehe, ob meine Ärztin da wirklich seriös sei, ob ich keine Angst habe, süchtig zu werden …
Von den selben Menschen übrigens, denen es überhaupt keine Sorgen zu bereiten schien, wenn ich wochenlang nur unter Schwierigkeiten in der Lage war, auch nur einen Fuß vor die Tür zu setzen.

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Außer der Reihe: *kreisch!*

An meinem freien Tag schluffe ich morgens (nun ja, also sozusagen morgens) mit einer Tasse Tee an meinen Rechner um ganz entspannt ein bißchen zu gucken, was so los ist in der WWWelt.
Finde zu einem meiner Blog-Einträge einen mir ganz und gar unverständlichen Kommentar vor, eher ein Textfragment und frage mich zunächst, ob die Autorin wohlauf ist.

Um kurz darauf festzustellen, dass ich für einen Award nominiert bin. WOW!
Eine Auszeichnung! Und das mir!

liebster_award
Der Liebster Award ist eine Auszeichnung, welche Blogger anderen Bloggern verleihen, um sie bekannter zu machen und etwas mehr über den Blogger zu erfahren.

Okay, noch nicht ganz der Pulitzer Award, aber ich freu mich!
Da möchte jemand mehr über mich erfahren und findet, dass noch mehr Menschen meine Texte kennen sollten. Toll!

Ich freu mich und falle bei einem Blick in die Spielregeln erst einmal in Schockstarre …

Die Regeln:

  1. Danke dem Blogger, der dich nominiert hat
  2. Verlinke den Blogger, der dich nominiert hat
  3. Füge eines der Buttons von Liebster Award in deinen Beitrag ein.
  4. Beantworte die dir gestellten Fragen.
  5. Erstelle elf neue Fragen für die Blogger, die du nominierst.
  6. Nominiere 5 bis 11 Blogs, die weniger als 300 Follower haben.
  7. Informiere die Blogger per Kommentar darüber, dass du sie nominiert hast.

„Danke dem Blogger, der Dich nominiert hat und verlinke ihn.“
Wie jetzt? Was? Wie denn danken? Und was um Himmels willen wo verlinken?
Ich koche mir einen weiteren Tee und schaue 10 Minuten lang niedliche Tiervideos, die Leute bei Facebook geteilt haben.
Fange, nachdem ich mich etwas beruhigt habe, allmählich an, zu verstehen, was gemeint ist. Und beschließe, den Button aus irgendeinem anderen Beitrag zu klauen.
Die technischen Hürden wären damit fast bravourös gemeistert.

Beantworte die Dir gestellten Fragen“ – nichts einfacher als das!
Allerdings sollten die Antworten schon originell sein. Aber nicht so originell, dass sie gewollt oder gar selbstverliebt klingen. Intelligent halt, aber mit der gebotenen Lässigkeit.
Ich blogge über Ängste und Depressionen: Dürfen meine Antworten verzagt und jammerig sein? Müssen sie das nicht vielleicht sogar? Oder versuche ich, humorvoll zu sein?
Ich finde ja, dass depressive Menschen Humor haben müssen, sonst kommen die überhaupt nicht klar. Aber kann es mir gelingen, mir just zu diesen Fragen was Heiteres aus dem Ärmel zu schütteln?
Und ganz bestimmt sind schon Hunderte von Depris auf die Idee gekommen, darüber zu lamentieren, dass schon so ein ganz harmlos daherkommender Award sie völlig überfordern kann. Soviel zum Thema „originell“ also …

Erstelle 11 neue Fragen“ macht es auch nicht wirklich besser …

Aber wenn ich das geschafft habe, muss ich nur noch 5 bis 11 andere Blogger nominieren, die weniger als 300 Follower haben.
In sooo viele andere Blogs hab ich mich noch gar nicht reingelesen …
Mut zur Lücke? Oder erst „Speed-Reading“ durch- und dann Blogs nacharbeiten?
Wie krieg ich raus, wie viele Follower jemand hat? Was, wenn ich Schaf jemanden nominiere, dem ichzich Leute folgen und der das völlig unter seiner Würde findet? Oder schon elfundneunzig Mal nominiert wurde und nur noch müde abwinkt?
Und kränke ich die Menschen, die ich nicht nominiere?

Last not least: Das ist ein Kettenbrief.
Okay, man kriegt keine 1.000 Euro (oder 10 Lieblingsrezepte) geschickt, wenn man an die erste Stelle einer Liste gerückt ist. Es fällt einem auch nicht der Himmel auf den Kopf, wenn man nicht mitmacht.
Trotzdem ist es ein Kettenbrief und ich find Kettenbriefe kacke!
Mach ich nicht mit den Scheiß.

Außer ich bin total gerührt, weil jemand meine Texte mag …
Aber was, wenn die Leute, die ich nominiere, Kettenbriefe auch total kacke finden?
Die müssen mich ja für saublöd halten …
Andererseits: Wenn ich mir zu fein bin, mich an Aktionen zu beteiligen, mit denen BloggerInnen sich gegenseitig unterstützen, und Menschen, die das tun, damit vor den Kopf stoße, mag ich mich auch nicht leiden. Schlimmer noch: Dann mögen die mich nicht leiden!

Offenbar kann einem eine solche Nominierung immer mal wieder „zustoßen“. Wenn ich jetzt mitmache, aber hinreichend verdeutliche, wie sehr solche an sich harmlosen Aktionen mich blockieren können, dann wird der Kelch zukünftig hoffentlich an mir vorübergehen.
Sollte er das aber tatsächlich tun, sollte also niemand mehr mich „auszeichnen“ und mir ulkige Fragen stellen, wird mich auch das in tiefe Verzweiflung stürzen: Keiner hat mich lieb!

*** langer Hundespaziergang ***

Kurz vor Mitternacht.
Bislang noch keine Frage beantwortet.
Keine eigene Frage ausgedacht.
Sowieso niemanden nominiert.
Produktivität also um null oszillierend.

Was ich in diesem Falle gar nicht mal sooo schlimm finde:
Falls jemand ein Beispiel dafür gebraucht hat, wie Menschen wie ich sich mit dem „für“, dem „wider“ und dem „ob überhaupt“ dermaßen ein Bein stellen können, dass letztlich gar kein Ergebnis dabei herauskommt: Bitteschön!

Und nein: Ich habe immer noch keine Entscheidung getroffen.
In solchen Fällen wird gern dazu geraten, eine Münze zu werfen: Wenn beide Möglichkeiten katastrophal erscheinen, ist es echt egal …
Aber ich kenne mich: sofern sie nicht auf der Kante stehenbleibt, würde ich mit dem Fall der Münze hadern …
Ich neige eher dazu, gegen die dickere Mauer zu rennen – es muß sich ja lohnen …

Ich danke also Rapunzel (https://rapunzelsturm.wordpress.com/) für ihre Nominierung!

Warum hast Du WordPress gewählt und keine andere Bloggerplattform?
Ich bin alles andere als eine Checkerin, keine, die recherchiert und die beste Möglichkeit findet.
In diesem Fall hab ich eine Bekannte auf ihren Blog angesprochen und sie hat mir WordPress empfohlen. So unkompliziert, wie sie es mir geschildert hat, fand ich das Handling dann nicht, aber ich bin klargekommen.

Wie bist du auf deinen Blognamen gekommen?
Mir hatte ein Wortspiel vorgeschwebt …
„Sekundenschaf“, ein Name, den ich absolut genial finde, hat mich tagelang blockiert, weil mir einfach nichts ähnlich treffendes einfallen wollte.
„Mein“ Name sollte das Thema des Blogs transportieren, aber auch nicht zu negativ klingen. Ich hab mir lange den Kopf darüber zerbrochen.
Die „Schattentaucherin“ hat mich dann irgendwann angesprungen, als ich mit den Gedanken gerade ganz woanders war …

Wieviel Zeit investierst Du in Deinen Blog?
Uiii, schwer zu sagen …
Ich schreibe so oder so. Manchmal nur für mich, manchmal als Brief oder Mail an andere, manchmal als Blogeintrag an die Welt. Die Grenzen sind fließend.
Nach meinen Likes, Followern und Statistiken gucke ich nicht regelmäßig. Wär auch nicht gut für mich, glaube ich …

Wann bist Du am Kreativsten?
Nachts, keine Frage!
An einem guten Tag, wenn ich mit mir im Reinen bin, kann ich bei einem Hundegang oder während ich Jungpflanzen setze, Texte formulieren, die ich anschließend nur noch „abtippen“ muß.
Nachts dagegen kann es mir passieren, dass ich vor mich hinschreibe, ohne etwas Bestimmtes sagen zu wollen und am nächsten Tag vom Ergebnis selbst überrascht bin.

Wenn Du den Blog nochmal starten würdest, würde er dann genauso aussehen wie der jetzige?
Nachdem ich gerade erst damit angefangen habe, will ich das mal hoffen …

Wie wichtig ist Dir das Feedback Deiner Leser?
In allererster Linie blogge ich für mich. Aber es tut mir gut, wenn ich den Eindruck habe, andere zu erreichen, nicht allein zu sein.
Ach Quark: Ich freu mich über jedes „gefällt mir“!

Wie oft schaust Du auf die Statistik Deines Blogs?
Alle paar Tage mal …

Wenn Du andere Blogs liest, machst Du Dir dann Gedanken um den Autor und sein Leben?
Definitiv: JA!

Wenn Du eine Million Taler zur Verfügung hättest, die Du selber nicht behalten dürftest, wofür würdest Du sie ausgeben?
Kann ich bitte ein paar mehr Millionen haben??? Ein paar Milliarden? *bambiaugenmach*
Ich würde gern den einen oder anderen Konzern aufkaufen.
Um dann was damit zu tun? Nix. Gar nix. Einfach nur abwickeln.
Damit dürfte ich der Menschheit dann schon ziemlich weitergeholfen haben …

Camping oder Hotel?
Beim Stichwort Camping kriege ich Visionen von Isomatten, durch die sich Wurzeln und Steine schmerzhaft ins Kreuz drücken. Zwei-Personen-Zelte, deren Wände bei Regen durch nichts berührt werden dürfen. Durch die das Wasser im Zweifel einfach durchläuft. Von Schlafsäcken, unter denen man schweißgebadet aufwacht, wenn morgens die Sonne auf’s Zelt scheint. Alternativ von Wohnwagen, die von kleinen Jägerzäunen umgeben sind …
Finde letzteres schlimmer …

Am allertollsten finde ich es, morgens die erste Tasse Tee ans Bett gebracht zu kriegen!
Für die Sorte Hotel wird mein Budget nie in meinem Leben reichen. Und ich weiß auch gar nicht, wie ich einen völlig fremden Menschen – womöglich mit Livrée oder Schürzchen – an meinem Bett wohl finden würde. Ich müsste pünktlich zu den Mahlzeiten erscheinen und es wäre vermutlich nicht opportun, das im Schlafanzug zu tun.
Es sei denn, ich veruntreue ein paar ganz wenige von den Millionen oben und kaufe mir ein eigenes Hotel. Da dürfte dann außer mir keiner Urlaub machen – ich kann viele Menschen in einem Raum sowieso nicht gut ertragen.

Ansonsten: Weder noch.

Weiß Deine Familie oder Partner von Deinem Blog und lesen sie ihn?
Mein Partner liest Korrektur und steuert fehlende Satzzeichen, vor allem aber die Fotos bei.

***

Zwoter Abend … ich ringe um eigene Fragen …

Schickst Du regelmäßig Kettenbriefe weiter?

Hast Du schon geschrieben bevor es die Möglichkeit gab, zu bloggen?

Was gibt Dir das Schreiben?

Schreibst Du über Dich und Dein Leben, ein bestimmtes Thema, oder denkst Du Dir Geschichten aus?

Wie wichtig ist Dir Anonymität beim Bloggen?

Verfolgst Du andere Blogs?

Was für Bücher liest Du gern?

Magst Du Filme? Welche besonders?

Wie ist Dein Verhältnis zum Kochen / Essen?

Wissen die Menschen um Dich herum, dass und worüber Du bloggst?

***

Dritter Abend:

Ich nominiere (fingernägelknabbernd)

https://roerainrunner.wordpress.com/

https://hochsensibel1753.wordpress.com/

https://annieloveslilies.wordpress.com/

http://souveraenanders.com/

https://spurderdunkelheit.wordpress.com/

 

perfekt

IMG_9771-q-webUnter Hundemenschen gibt es ein geflügeltes Wort, welches besagt, dass jeder den Hund bekommt, von dem er noch was lernen kann.
Eines ist mal sicher: Ich habe Oskar bekommen, um mich von meinem Perfektionismus zu kurieren!

Grundsätzlich spricht nichts gegen Perfektionismus, finde ich. Warum sollte man etwas, das man begonnen hat, nicht möglichst gut machen wollen?
Nur, dass mir das nie gelingen will …
Ich finde immer noch irgendein Detail, mit dem ich nicht zufrieden bin. Und es gibt immer jemanden (und sei es ein Mensch, der das, was ich als Hobby betreibe, professionell ausübt), der es besser kann, als ich.

Nicht nur, dass man sich mit dieser Haltung wieder und immer wieder selbst den Spaß versaut. Man kann auch eine Menge Zeit damit verballern, Dinge, die so wie sie sind, völlig in Ordnung sind, immer noch ein bißchen besser machen zu wollen.

Für meinen Hund war ich voll von Ideen, was der nicht alles lernen sollte!
Nicht, dass ich vorgehabt hätte, bei irgendwelchen Turnieren zu starten. Ich wollte einen ganz normalen Alltagshund. Den allerdings vollendet erzogen.

Sich für dieses Unternehmen ausgerechnet einen Aussie auszusuchen, war dann schon recht verwegen. Der Australian Shepherd ist eine anspruchsvolle Rasse (zumal, wenn es sich wie bei meinem um eine Arbeitslinie handelt …): Sensibel, intelligent, kreativ.

Kein Problem, einem solchen Hund etwas beizubringen!
Die Kunst besteht eher darin, ihm nur das beizubringen, von dem man tatsächlich möchte, dass er es lernt.
So habe ich mit meinem passionierten Jäger zum Beispiel einen „Komm-Pfiff“ trainiert, mit dem ich ihn aus größerer Entfernung und im Fall der Fälle auch aus der Hetze zu mir rufen kann. Da es sich um eine schwierige Übung handelt, gibt es für ihr Gelingen stets eine besonders hochwertige Belohnung.
Erreicht habe ich zunächst, dass mein Hund wie ein Pfeil von mir weg schoß, sich nach ungefähr 100 Metern umdrehte und signalisierte, er sei jetzt soweit, ich könne pfeifen.
Und das ist nur ein Beispiel von sehr sehr vielen …

Oskar hat eine Menge gelernt. In aller Regel versteht er sehr genau, was ich von ihm möchte und er würde nie willentlich ungehorsam sein.
Er hat nur manchmal eine bessere Idee. Meint er jedenfalls …

Hinzu kommt, dass er kein so ganz pflegeleichter Charakter ist, der zum Beispiel engeren Sozialkontakt zu fremden Hunden durchaus nicht schätzt. Was meinen Sozialkontakt zu den dazugehörigen Besitzern eines ums andere Mal etwas schwierig gestaltet.

Um nun diesen Hund entsprechend meiner ursprünglichen Vorstellungen „umzumodeln“, hätte ich so durchdacht, planvoll, vorausschauend, gelassen, selbstbeherrscht, konsequent, also so dermaßen perfekt vorgehen müssen, dass ich es (und mich) selbst nicht ertragen hätte.
Stattdessen habe ich gelernt, ihn so anzunehmen, wie er ist. Mich nicht auf seine Schwächen (also meine Erziehungsfehler!) zu konzentrieren, sondern auf die Stärken, die ja auch viel spannender sind und mich bis heute zu verblüffen vermögen.

Er ist nicht der Hund geworden, der mir in meinem Perfektionismus vorgeschwebt hatte.
Aber er ist der perfekte Hund für mich!
Es wäre schön, sagen zu können, dass mir ein solcher Blick auch auf mich selbst gelänge.
Das ist nicht der Fall.
Aber immerhin bin ich imstande, ein wenig nachsichtiger mit mir umzugehen.

wertlos

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Ich verliere mein Selbstwertgefühl.

Es ist schwer, sich selber wertzuschätzen, wenn man überdeutlich merkt, dass man zu den alltäglichsten und selbstverständlichsten Aktivitäten schlicht nicht in der Lage ist. Und selbst wenn es mir gelingt, den Anschein von Normalität aufrecht zu erhalten – es kostet mich ungeheure Kraft.

Neulich habe ich gelesen, dass auch das Grübeln typisch für depressive Menschen ist. Kann ich bestätigen.

Grübeln bedeutet, dass man sich über Probleme den Kopf zerbricht, die in der Vergangenheit liegen, die also entweder längst mehr oder weniger zufriedenstellend gelöst sind, oder an denen man eben gescheitert ist. Es ist ja vernünftig, sich Gedanken darüber zu machen, warum etwas nicht geklappt hat. Beim Grübeln kreist man aber wieder und wieder um dieselben Themen, ohne je zu einem Ergebnis zu kommen.

IMG_9610-q-webIch grübele nicht willentlich. Jahrzehnte alte Kränkungen und Verletzungen, Fehlschläge, Niederlagen springen mich aus dem Nichts an und lösen immer wieder die gleichen Gefühle aus.

Es bringt nichts, schöne Erinnerungen, erzielte Erfolge dagegenhalten zu wollen – die Niederlagen sind übermächtig.

Ich habe es mir selber vorgebetet und ich habe es mir von anderen erklären lassen: „Du hast das Abitur gemacht, eine Ausbildung abgeschlossen und ein Diplom an einer Hochschule erworben!“ All das ist mir NICHTS wert. Ich kann nichts, ich konnte nie etwas und ich werde nie etwas können!

Dass ich geschätzt, gemocht, geliebt werden könnte, kann ich mir in solchen Momenten auch nicht vorstellen – ich kann mich ja nur mühsam daran erinnern, das jemals erlebt zu haben.

Mittlerweile habe ich gelernt, dass ich das Grübeln immerhin unterdrücken kann: Das Gehirn kann nicht zwei Gedanken gleichzeitig denken. Wenn ich ein Hörbuch höre, so leise, dass ich mich anstrengen muss, um den Text zu verstehen, ist mein Gehirn hinreichend beschäftigt. Das hilft vor allem nachts.

Natürlich kann man auch üben, aktiv positiv dagegen „anzudenken“, das Gehirn also selber zu beschäftigen. Im Gegensatz zu den Grübeleien muss man sich hierzu jedoch anstrengen. An schlechten Tagen über viele Stunden. Meine Kraft reicht dafür oft nicht.

Ich kann auch ganz normal wirken!

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Auch depressive Menschen haben stabile Phasen, gute Tage, lichte Momente.

Ich glaube (und hoffe sehr!), dass ich dann auf meine Umwelt einfach vollkommen normal wirke. Und genau so möchte ich auch wahrgenommen werden. Genau so möchte ich gerne sein!
Wenn mir die „Normalität“ dann doch wieder einmal wegbröselt und es mir nicht mehr gelingt, auch nur den Anschein aufrecht zu erhalten, verkrieche ich mich und werde unsichtbar.

Was die ganze Sache vermutlich nicht einfacher macht: Sichtbar, augenscheinlich, offensichtlich ist ja, dass ich ticke, wie jeder andere auch.
Nur, dass ich dann plötzlich für mich reklamiere, krank zu sein …

Kein Wunder also, dass Menschen glauben, meine schlechten Tage seien so wie die ihren. Meine guten Tage scheinen ihnen das ja auch zu sein.
Anders würde ich es auch gar nicht haben wollen!

Wenn ich mich tatsächlich entspannt und unbeschwert in der Welt und unter Menschen bewegen kann, wenn ich über Nichtigkeiten reden, mich ereifern oder mich halb totlachen kann, dann möchte ich nichts mehr, als dass dieser Zustand normal sein möge. Dann möchte ich natürlich nicht, dass Menschen mich beobachten und sich denken „schau, heute hat sie einen guten Tag…“.

Wenn es mir an weniger guten Tagen schwer fällt, zu „funktionieren“, bin ich froh um jeden, der nicht so genau hinschaut, der mir erlaubt, den Schein zu wahren.
Blöderweise würde ich an schlechten Tagen genau das Gegenteil brauchen: Dass Menschen sehr genau hinschauen, kleinste Anzeichen bemerken und daraus schließen, „heute hat sie einen schlechten Tag“.

Es gibt Wechselwirkungen zwischen Gefühlen und Gefühlsäußerungen. Wer ein freundliches Gefühl hat, lächelt. Aber auch wer lächelt, empfindet in der Folge Freundlichkeit.
Bei kurzen Kontakten zu fremden Menschen, ist es relativ einfach, den Schein zu wahren: Ich bestelle lächelnd 3 Brötchen, die Verkäuferin lächelt zurück … geschafft!
Wenn ich vorher 10 Minuten Schlange stehen musste, kann es sein, dass aller Schein verbraucht ist – dann gibt es keine Brötchen.

Es hängt sehr von der Situation und den beteiligten Menschen ab, ob ich noch „normal funktionieren“ kann.
Smalltalk war mir schon immer ein Mysterium und ich bin sehr unsicher im Umgang mit Menschen. Wenn ich mich aber in einer Arbeitssituation befinde, wenn es nicht um meine Person, sondern um die Sache geht, fühle ich mich sehr viel sicherer.
Deswegen kann es mir passieren, dass ich problemlos in der Lage bin, ein Seminar zu leiten, mich zu einem netten Beisammensein aber nicht hintraue.
Selbst an ganz schlechten Tagen ist es regelmäßig vorgekommen, dass ich mich mit Müh‘ und Not zu einem Gruppentraining geschleppt habe – um dort eine Stunde lang völlig unbeschwert zu zaubern – und dann zitternd und völlig entkräftet nach Hause gefahren bin.

Und es hängt – ganz konkret –von dem einzelnen Menschen ab, mit dem ich es gerade zu tun habe.
Eine Freundin, der ich sagen kann, dass es mir heute scheiße geht, die nicht verlegen wird, wenn ich dabei weinen muss, mit der ich aber eigentlich in erster Linie einen Hundespaziergang machen möchte. Ich sage, ich weine, und dann gehen wir spazieren als wäre nichts.

Eine Freundin, sie selber depressiv ist. Die sehe ich vielleicht seltener – weil es in diesem Falle ja zwei Leuten gut gehen muss, damit ein Treffen zustande kommt – aber dann müssen wir nicht viel erklären um einander zu verstehen.

Tja, und dann die Menschen, die mir wirklich nahe stehen …
Diejenigen also, die mich regelmäßig in allen Lebenssituationen gut, irgendwie oder gerade so eben klarkommen sehen.
Die aber auch die einzigen sind, die mich noch zu sehen bekommen, wenn gar nichts mehr geht.
Die, von denen ich mir wünschen würde, dass sie akribisch vermerken „schau, jetzt hat sie einen schlechten Tag!“ …

Von diesen Menschen ist es vielleicht einfach sehr (oder gar zu) viel verlangt, immer und immer wieder zu wissen, wie das Verhältnis der Kräfte gerade jetzt aussieht. Und sie sind im Zweifel immer die, die mich vom Boden aufkratzen müssen – selbst dann, wenn es auch für sie so aussah, als würde ich durchaus klarkommen.

Gerade von diesen Menschen möchte ich verstanden werden! Ich brauche ihre Hilfe und Unterstützung und ich habe nicht immer die Kraft für lange Erklärungen.

Es muß anstrengend für sie sein, mit mir zu leben. Für mich ist es das jedenfalls …

Lala-Farm

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Monate, vielleicht ein Jahr später zeichnete sich ab, dass Medikamente allein mir nicht würden helfen können.
Ich war einer Psychotherapie auch durchaus nicht abgeneigt – hatte ich doch schon während meines Studiums eine sehr belastende Lebenssituation mit therapeutischer Hilfe überstanden …
Aber ich hatte schlicht keine Lust, monatelang ein bis zweimal wöchentlich zur Therapie zu latschen. Ich wollte endlich wieder am Leben teilnehmen!

Also habe ich mich auf eigenen Wunsch (teilstationär) einweisen lassen – in der Hoffnung, sozusagen im Kurzwaschgang wieder auf die Beine gestellt zu werden.

Was ich stattdessen bekam, war eine Atempause.

Einmal eingewiesen musste ich nicht mehr regelmäßig glaubhaft machen, dass ich „bittebitteschickmichnichtdahin!“ arbeitsunfähig sei. Nicht, dass das mehr als eine Formalität gewesen wäre, aber ich hatte jedes Mal wieder entsetzliche Angst.
Eingewiesen ist man, bis man wieder Boden unter den Füßen hat. Wenn es soweit ist, wird man gesundgeschrieben.

Unter lauter mehr oder weniger ausgeprägt psychisch Kranken spielt der Anschein von Normalität keine große Rolle mehr. Und man spart eine Unmenge von Energie, wenn man nicht mehr versucht, gegen „Ausrutscher“ wie panisches Hyperventilieren anzukämpfen.
Es macht ja auch sonst niemand viel Aufhebens darum:
„Holmaeinernglaswasserunnenblutdruckmesser“!

Komischerweise hab ich nie hinterfragt, wozu das Wasser eigentlich gut sein soll …
Weil die Zufuhr von Flüssigkeit den Kreislauf stabilisiert? Weil man beim Trinken nicht hyperventilieren kann?
Das Blutdruckmessen als solches bewirkt natürlich nix – aber man weiß hinterher, wieviel „Umdrehungen“ man gehabt hat …

Bis dahin hatte ich mein Wissen über die Psychiatrie vorwiegend aus „Einer flog über’s Kuckucksnest“ und „Durchgeknallt“ bezogen. Und natürlich hatte ich eine Menge furchtbarer Geschichten mit dem Tenor „Hilflosausgeliefertunterdrogengesetztundniewiederrausgelassen“ gehört. Andererseits kannte ich eine Reihe von Leuten, die ihren Zivildienst im Landeskrankenhaus absolviert hatten oder als PflegerInnen dort arbeiteten, und die mir keine Unmenschen zu sein schienen.

Angst hatte ich keine. Aber beim abendlichen Zähneputzen in den Spiegel zu schauen und „morgen komm ich in die Klapsmühle“ zu denken, war deutlich keine meiner Sternstunden.

Der Großteil des Zusammenlebens in der „Klapsmühle“ spielte sich in einem großen Aufenthaltsraum ab, in dem ca. 20 Menschen die Zeit zwischen den verschiedenen Aktivitäten und Therapien herumbrachten. In meiner Erinnerung haben wir uns über lange Phasen hinweg einfach unglaublich gelangweilt. Beisammen gesessen, geplaudert, uns gegenseitig Handarbeiten oder Kartenspiele beigebracht und oft erstaunlich viel Spaß gehabt. Während eines Gruppengespräches hat der Klinikleiter einmal erklärt, auch wenn man das nicht meinen solle, wären Depressionen tatsächlich nicht ansteckend. Und so war es: In diesem geschützten Rahmen haben wir einander eher gegenseitig stabilisiert.

Und natürlich haben wir uns nicht andauernd gegenseitig die Ohren vollgeheult, wie schlecht es uns ginge! Eigentlich haben wir nur sehr wenig darüber gesprochen, warum genau jede/r einzelne da war, den „Jagdschein“ hatten wir schließlich alle.

Es gab Gruppentherapie, Ergotherapie, Ausdauersport, Entspannungstraining und Massage für die, die wollten, eine freiwillige Gartengruppe und – für mich ein großes Faszinosum: Die Kochgruppe.
Jeweils vier oder fünf PatientInnen waren eine Woche lang für die Zubereitung der Mahlzeiten (Frühstück und Mittagessen für ca. 25 Personen*) verantwortlich. Wozu neben der Planung natürlich auch der Großeinkauf im Supermarkt gehörte. In Begleitung eines Pflegers, versteht sich.

IMG_10108-q-webWas ich viel faszinierender fand, war allerdings die Tatsache, dass es jeden Mittag pünktlich genießbares bis richtig leckeres Essen gab. Nach dem Motto: Man spanne fünf nahezu Handlungsunfähige zusammen, setze sie auf eine Herausforderung an und voilà: Mittagessen!

* In den sogenannten Tageskliniken sind die PatientInnen von morgens bis nachmittags untergebracht, weswegen ein Abendessen nicht benötigt wird.
Folgerichtig trifft man hier solche Menschen, die noch in der Lage sind, sich morgens auf den Weg in die Klinik zu machen und auch die Zeit vom „Feierabend“ bis zum nächsten Morgen überstehen.

Lebenslange Freundschaften sind mir aus dem Aufenthalt in der Klinik nicht erwachsen (im „richtigen“ Leben gehen die Gemeinsamkeiten dann doch schnell verloren), aber ich habe einige der Menschen, die ich dort kennengelernt habe, sehr gemocht.

Und ich habe den Blick gemocht, mit dem wir uns selbst betrachtet haben.
Unter den PatientInnen war es üblich, die Klinik als Lala–Farm zu bezeichnen. Und sich selber als die Lalas.
Als komische, unangepasste Menschen, die merkwürdige Verhaltensweisen an den Tag legen. Und das auch dürfen! Weil sie die Lalas sind …

Gemeinsam haben wir es immer mal wieder hinbekommen, über uns und unsere Schwierigkeiten zu lachen. Manchmal denke ich, dass es nicht so sehr das Therapieangebot, sondern vielmehr dieses Lachen war, das mir seitdem durch’s Leben hilft.

***

Was eine Tagesklinik nicht leisten kann: Einen Menschen heilen.

Der Aufenthalt ist auf drei Monate begrenzt, während derer eine begrenzte Zahl von TherapeutInnen und PflegerInnen sich um ca. 20 Menschen mit ganz unterschiedlichen Problemen kümmert.
Aber wenn alles gut läuft, traut man sich am Ende wieder zu, dem eigenen Alltag ohne Hilfe in die Augen zu schauen.

Die Probleme, die man dort zurückgelassen hat, erwidern den Blick gelassen.

Segel streichen oder setzen?

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Im Sommer 2013 bin ich zum ersten Mal für einen kurzen Besuch auf Durantis, einem Biohof in den südfranzösischen Cevennen zu Gast gewesen, um dort eine alte Liebe zu besuchen, die ich seit 25 Jahren nicht gesehen hatte.

Vom ersten Augenblick an hatte ich das sichere Gefühl, an einen guten Ort gekommen zu sein.
Nicht einfach sonnig und idyllisch – heilsam.

Hier hatte ich plötzlich das Gefühl, es müsse möglich sein, ein wenig mehr am Leben teilzunehmen, anstatt die Mehrzahl meiner Tage in der Bett – Sofa – Bett – Schleife zu verbringen.
Womöglich könne ich sogar ohne Antidepressiva leben.
Mit Macht hat es mich immer wieder hierhin gezogen. Es war, als hätte der Hof auf mich gewartet.

Und tatsächlich bin ich hier auch ohne Psychopharmaka zurechtgekommen. Nicht immer gut. Aber besser als in Deutschland mit ihnen.
Dort kam ich ohne medikamentöse Unterstützung überhaupt nicht mehr klar. Eine Erledigung in der Stadt zum Beispiel war nur an richtig guten Tagen möglich. Und auch dann nur, wenn es schnell ging. Die meiste Zeit habe ich mich vollkommen eingeigelt.

Nach relativ kurzer Zeit war ich in so schlechter Verfassung, dass ich meine Psychiaterin* gefragt habe, ob ich ihrer Meinung nach überhaupt noch in der Lage sei, eigenständig zu entscheiden, ob ich Medikamente benötigen würde.
Das sei ich, meinte sie. Meine Körpersprache zu der Frage, ob ich Medikamente nehmen wolle, sei ein eindeutiges „Nein!“ und ich möge mir da einfach mal vertrauen. Wenn es mir in Frankreich gutgehe, solle ich dort hingehen.

* Da Psychotherapeuten nicht verschreiben dürfen und Psychiater zwar therapieren können, aber meist auf Jahre ausgebucht sind, war ich stets bei beiden in Behandlung.

Nur um ganz sicher zu gehen, habe ich auch noch meine Therapeutin dazu befragt, die mir versichert hat, dass ich ihrer Meinung nach „klar“ (im Sinne von „nicht in irgendwelchen Hirngespinsten gefangen“) sei.

Das hat mich ein wenig beruhigt. Die Entscheidungsfindung hat es nicht leichter gemacht.
Ich hab ja nicht meine Krankheit in Deutschland zurückgelassen und bin frohen Mutes in ein neues Leben aufgebrochen. Ich habe eine Ehe hinter mir gelassen, mit der unzufrieden zu sein, ich keinen Grund hatte. Meine Entscheidung hat mich etliche Freunde und meine Familie gekostet. Ich habe eine Wohnung nebst Hausrat zurückgelassen. Und einen Lebensentwurf.

Im Frühjahr 2015 habe ich mich entschlossen, ganz auf Durantis zu bleiben:
Mit meinem Hund, meinem Auto, ein paar wenigen Habseligkeiten, an denen mein Herz ganz besonders hing und natürlich mit all meinen Schwächen und Einschränkungen.
Und war zu meinem Glück auch mit letzteren willkommen: Möglichkeiten, am Leben auf dem Hof teilzuhaben und es mitzugestalten würden sich schon finden …

Die Gedanken an alles, was zurückbleiben musste, schmerzen. Sehr. Immer wieder.
Ich hoffe dennoch, getan zu haben, was für mich das Richtige ist.